Endlich habe ich wieder Zeit gefunden, mich um dieses wichtige Orgelprojekt zu kümmern. Es gelang mir, ein ausführliches Gespräch mit dem Denkmalamt Dortmund und dem für diese Sache zuständigen Sachbearbeiter Herrn Holtkötter zu führen. Es wird in den nächsten zwei Monaten entschieden, ob das Instrument von der unteren Denkmalbehörde (Dortmund) unter Denkmalschutz gestellt wird. Dies in Abstimmung mit der oberen Behörde in Münster. Danach erfolgt Schritt 2, bei dem die Kirchengemeinde ihre zu erwägenden Schritte mit dem Denkmalamt abstimmt. Spätestens bis Juni 2010 werde ich vom Denkmalamt in Dortmund informiert, welcher Entschluss gefasst wurde. Wir werden in der Zwischenzeit diese Internetseiten mit neuem Material ausstatten und das Ganze etwas an neue Gegebenheiten anpassen.
Gerhard Walcker-Mayer
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...so haben wir es in den letzten Tagen gehört und in die Welt getragen. Und auf diesen Ruf nach Erhaltung eines bekannten Kultinstrumentes sind auch viele verschiedene Stimmen eingegangen, die uns unterstützt haben in unserem Bemühen. Wir wollen hier auf diesen Internetseiten, die Bewegungen um die Zerstörungsgefahr, welche dieser Orgel droht, aufmerksam machen und diese dokumentieren. Und außerdem sammeln wir hier Gedanken und Schriften, welche diese Orgel als wichtiges Kulturgut und ein Symbol des Wiederaufbaus nach dem II. Weltkriegs beschreiben.
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Wir haben von einem der 35 Mitkämpfer um den Erhalt der Bunk-Orgel einen wundervollen mit viel Herzblut geschriebenen Brief erhalten, der alle Argumente, die man für den Erhalt einer Orgel nur aufstellen kann, enthält. Und ich hoffe, dass der Tag kommen wird, wo er uns die Veröffentlichung dieses schönen Schriftstückes erlauben wird. Andere bemühen sich mit Flugblattaktionen und weiteren Maßnahmen in der Lokalpresse, um die dort eingefahrene Singularität an Meinung in Dortmund etwas aufzulockern, während man auf Seiten der Befürworter des Orgelabrisses heftig dabei ist, möglichst keinerlei weitere Fachleute an Bord zu nehmen und die eingeschlagene Richtung laienmässig zu fundamentieren. Auf meine Rückfrage bei der Redakteurin jenes Artikels "Mißtöne" der Ruhrzeitung, wo denn die Briefe Bunks seien, die sie da zitiert habe, ist erwartungsgemäß nicht einmal eine Antwort eingetroffen. So kann man natürlich sich schnell den Ruf der Unlauterkeit zuziehen. In jedem Falle liegen bei den zuständigen Denkmalämtern zwei sehr gut fundierte Anträge zur Erhaltung dieser Orgel vor. Beide vorgetragen von Parteien, die keinerlei Geschäftinteresse noch andere Motive haben, außer die der Bewahrung eines hochwertigen Kulturgutes. Es haben sich viele Leute den Kopf zerbrochen, ob denn nun der Name "Bunkorgel" gerechtfertigt sei oder nicht. Hierzu sei gesagt, dass es nur eine einzige bestehende Orgel auf der ganzen Welt gibt, die von Gerard Bunk geplant wurde und die heute noch besteht, und das ist dieses Instrument in St. Reinoldi. Wer jemals die seltsam verschraubten Namensgebungen landauf, landab, von Johann-Sebastian-Bach bis Max-Reger-Orgel bestaunt hat, und welche noch seltsameren Verknüpfungen da konstruiert wurden, der wird doch bei aller Bescheidenheit noch zugestehen müssen, dass wir hier mit "Bunk-Orgel" nicht ins Maßlose gegriffen haben. Ich denke immer wieder an zukünftige, drei oder vier Generationen weiter, die einmal fragen werden in 30 oder 50 Jahren: "Eure Vorfahren, die haben doch nach dem Weltkrieg wieder alles aufgebaut? Wo ist das denn alles hin? So wie wir ja auch gefragt haben, musste das denn sein, dass man absolut alles an Romantik zusammengeschlagen hat? Schuldige werden wir da keine mehr finden - nur sehr kluge Leute, die genau wissen wer das alles verursacht hat. Gerhard Walcker-Mayer 30.Aug.2008
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